Kiefergelenkbehandlung
Eine Kiefergelenkbehandlung muss immer dann durchgeführt werden, wenn eine funktionelle, strukturelle, biochemische und psychische Fehlregulation der Muskel- oder Kiefergelenkfunktionen vorliegt. Man nennt dies auch craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).
Eine gründliche Erhebung der individuellen Krankengeschichte ist, auf Grund der Vielzahl der Symptome, die Grundvoraussetzung für eine Kiefergelenkbehandlung. In den meisten Fällen wird hierfür eine Funktionsdiagnostik und eine Funktionsanalyse durchgeführt.
Grundgedanke bei der Behandlung einer CMD ist eine schonende und reversible Vorgehensweise. Die hierbei angewandten, wissenschaftlich anerkannten Therapiekonzepte werden, je nach Schweregrad der CMD, auf jeden einzelnen Patienten individuell abgestimmt.
Wichtige Schritte hierbei sind die korrekte Diagnosestellung und die ausführliche Aufklärung des Patienten bezüglich der Krankheitszusammenhänge. Der Zahnarzt gibt dem Patienten während dieses Aufklärungsgespräch auch meist gezielte Hinweise dahingehend, wie er sich durch gewisse Verhaltensweisen selbst schon Erleichterung verschaffen kann. Dazu gehören z. B. weiche Nahrung, Dehnübungen, Entspannungsübungen, Kälte- oder Wärmeanwendungen und sogar auch Stressmanagement.
Eine Okklusionsschiene (Aufbissbehelf), welche von Zähnärzten in vielen Fällen eingesetzt werden, kann zu einer Entspannung der Kau- und Kopfmuskulatur und zu einer Entlastung der Kiefergelenke verhelfen. Wissenschaftlich belegt ist der Nutzen der Okklusionsschiene allerdings nicht.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Kieferorthopäden, Physiotherapeuten, Neurologen, Schmerztherapeuten und Psychotherapeuten ist bei einer Kiefergelenkbehandlung wichtig, da bei einer CMD eine Vielzahl von Symptomen auftreten können, welche die unterschiedlichsten Ursachen haben können.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 07.03.2012
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.